Expertenwissen Tennisschläger
Gewicht, Balance, Schwunggewicht, Rahmen, Saitenbild und Griff – alle Parameter im Detail erklärt.
Gewicht, Balance, Schwunggewicht, Rahmen, Saitenbild und Griff – alle Parameter im Detail erklärt.
Dann haben wir hier genau das Richtige für dich!
Das Gewicht ist der Widerstand gegen eine Bewegung in einer geraden Linie – also: wie leicht oder schwer sich dein Schläger bewegen lässt.
Gewicht beeinflusst zwar Balance und Schwunggewicht, aber für sich allein ist es selten das, was du beim Schwung direkt spürst.
→ Mehr Masse erfordert mehr Energie, um dieselbe Geschwindigkeit zu erreichen.
Zur Einordnung: Unsere Maßschläger fertigen wir von 250 bis 330 g in 1-Gramm-Schritten – mit einer Toleranz von ±0,5 g. Serienschläger weichen oft um ±5 g und mehr vom Nennwert ab.
Der Balancepunkt ist der Punkt entlang des Schlägers, wo er im Gleichgewicht bleibt:
Das Schwunggewicht beschreibt den Widerstand des Schlägers gegen Kreisbewegung. Das ist die Größe, die du wirklich spürst, wenn du schwingst.
Einfach gesagt:
Ein hoher SW wird als satter, ruhiger und kraftvoller empfunden.
Ein niedriger SW fühlt sich agiler, schneller und explosiver an.
Aber:
Mehr Gewicht bringt nur bis zu einem Punkt Vorteile.
Ab einer gewissen Trägheit verlierst du wieder Schlägerkopfgeschwindigkeit – die Ballgeschwindigkeit sinkt.
Kompromiss:
Das Schwunggewicht kombiniert Masse und Balance – es ist der ehrlichste Indikator für Power, Kontrolle und Komfort und dein Spür- und Spielverhalten.
Zur Einordnung: Beim Maßschläger stellen wir das Schwunggewicht gezielt zwischen 245 und 340 ein.
Das Power Potential (ACOR) zeigt, wie effizient dein Schläger beim Ballkontakt Energie zurückgibt.
Hittingweight ist die „effektive Masse“ am Treffpunkt. Dort, wo du triffst, wirkt eine bestimmte Masse – nicht die Gesamtmasse des Schlägers.
→ Der höchste Wert liegt typischerweise näher am Balancepunkt als an der Spitze.
Heißt: selbst kleine Veränderungen in der Balance oder beim Tape-Tuning können den Sweetspot deiner Powerzone spürbar verschieben.
Plow-Through: Gefühl eines massiven, ruhigen Treffers – der Schläger „schiebt“ durch. (Mehr Gewicht = mehr Plow-Through)
Whip-Through: Gefühl einer Peitschbewegung – schnelle Beschleunigung, der Schläger „zieht“ sich durch. (ein leicht kopflastiger Aufbau = mehr Whip)
Beide Effekte entstehen aus der Masseverteilung, dem Schwunggewicht und dem Timing.
Ein Tennisschwung ist kein einfacher Armzug – es ist ein perfekt abgestimmtes System aus Energieübertragung und lässt sich als Doppelpendel abbilden:
Das Handgelenk liefert präzise den letzten Impuls.
myRacket-Insight: Timing ist wichtiger als Muskelkraft. Wir analysieren deine Schwungkurve und passen den Schläger optimal an.
Steifigkeit ist der Widerstand des Rahmens gegen Biegung.
Man unterscheidet zwischen:
Nach dem Ballkontakt schwingt der Rahmen – das ist die Vibration.
Es gibt den Vibrationsknoten (Sweetspot der Ruhe) – ein Bereich, in dem kaum Vibration spürbar ist.
Individualisiere dein Setup:
Mehr Gewicht auf 12 Uhr erhöht Power & Länge
Mehr Gewicht auf 3 & 9 Uhr verbessert Stabilität bei Off-Center-Treffern
Mehr Gewicht im Griff erzeugt ein weicheres Gefühl und weniger Vibration
Bei jedem Schlag fließt Energie:
Ziel: Möglichst viel Energie in Saiten/Schläger und möglichst wenig unnötiger Verlust.
myRacket-Insight: Wir betrachten dein Gesamt-System: wie Rahmen + Saiten + Masse zusammenwirken.
Die Physik oben erklärt, worauf es ankommt. Hier steht, was wir davon in der Fertigung tatsächlich einstellen.
L1 bis L5 sind nicht genormt. Beim Maßschläger fertigen wir Griffstärke und Griffform passgenau als 3D-gedruckten Griff – immer inklusive.
Zum Maßschläger67,5 bis 73 cm Länge, Gewicht in 1-Gramm-Schritten, Schwunggewicht gezielt eingestellt.
Fittingparameter erklärt16x19 für Spin, 18x20 für Kontrolle. Die Besaitungshärte testen wir im Fitting mit.
Expertenwissen Saiten